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Jörg Ehle (links) und Ralf Fink erläutern Entwicklungsperspektiven im Essener Hafen.

100 Jahre Hafen: Zukunftsenergien

Der Hafen Essen ist gefragt als trimodales Logistikzentrum. 750.000 Tonnen Schütt- und massenhaftes Stückgut werden dort jährlich umgeschlagen. Die Stadtwerke Essen stehen dabei den Nutzern des 120 Hektar großen Areals nicht nur als zuverlässiger Hafenbetreiber, Vermieter und Logistikdienstleister mit eigenen Kränen, Loks und Waggons zur Seite, sondern bieten auch Entwicklungsperspektiven in Sachen Energie und Wärme.

Vor 100 Jahren legte der erste Schleppkahn an, getauft auf den Namen „Tyd is Geld“ – ein Motto, das bis heute gilt. Damit die Güter ohne Zwischenlagerung und punktgenau beim Kunden ankommen, ist der Hafen Essen ein starkes und flexibles Glied in der Lieferkette. Viele der rund 30 Mitarbeiter der Hafenanlage am Rhein-Herne-Kanal haben mehrere Qualifikationen. Je nachdem, ob ein Schiff anlegt oder nicht, kümmern sie sich um Schiffsumschlag und Krananlagen, Eisenbahn und Rangierer, die betriebseigene Werkstatt oder die Vermietung und Verpachtung.

Hohes Umschlagsvolumen
Kohle, Koks, Steine und Erden, Eisen, Sand, Klärschlamm oder Glasbruch – verschifft wird alles außer Containern, für die die Brücken des Kanals zu niedrig sind. Die Anbindung an drei Autobahnen, der Zugang zum Schienennetz der Deutschen Bahn AG und die Leistungsfähigkeit der Anlagen sorgen für ein hohes Umschlagsvolumen. „Würde man die jährlich verschiffte Menge auf einen Schlag auf die Straße bringen, so würde die Lkw-Kolonne von Essen bis nach Nizza reichen“, erklärt Hafenleiter Ralf Fink.

Vielfalt der Gewerbebetriebe
Rund 40 Unternehmen sind im Hafen ansässig. Zu den größten zählen die Unabhängige Tanklagergesellschaft mbH (UTG), die Flüssiggüter aller Art transportiert, sowie die Projektspedition Westfracht Spezialverkehre, die unter anderem Schwerlasttransporte übernimmt. Vor Ort sind außerdem der französische Autozulieferer Faurecia und Rhenus Recycling. „Es gibt hier sogar einen Farbenhersteller und einen Großhändler, der Handelsketten mit allem, was man zum Grillen braucht, versorgt“, erläutert Ralf Fink die Vielfalt der Gewerbebetriebe.

 

 

Unterstützung in Sachen Energie und Wärme
Als Eigentümer ermöglichen die Stadtwerke Essen die Nutzung des Geländes über Erbbaurechts- oder Pachtverträge – was eine langfristige Perspektive für die Unternehmen selbst, aber auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit eröffnet. So bieten sich die Stadtwerke Essen unterstützend in Sachen Energie und Wärme an. „Das kann nicht nur Gaslieferungen, sondern die komplette Wärmelieferung beispielsweise im Rahmen eines Contractings umfassen“, erklärt Jörg Ehle, Leiter des Geschäftskundenvertriebs. Damit bekommen Unternehmen zuverlässig Wärme geliefert, die sie zum Heizen ihrer Betriebsräume, für Warmwasser oder als Prozesswärme einsetzen können. Mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) könnte im Bedarfsfall sogar noch gleichzeitig zur Wärme Strom erzeugt werden. Die Stadtwerke Essen finanzieren, entwickeln, bauen, betreiben und warten die dafür nötigen technischen Anlagen und sind innerhalb kürzester Reaktionszeiten im Störungsfall vor Ort. „Das Unternehmen braucht sich um nichts zu kümmern“, betont Ehle die Vorteile des Rund-um-sorglos-Wärme-Pakets.

 

 

Potenzial eines Nahwärmenetzes ausloten
Das würde auch für eine Variante gelten, die sich angesichts der dicht nebeneinander liegenden Gewerbebetriebe und der langfristigen Verträge im Hafen Essen geradezu als Entwicklungsperspektive aufdrängt: die Wärmeversorgung möglichst vieler Unternehmen über ein Nahwärmenetz von einer einzigen Heizzentrale aus. Jörg Ehle: „Wir werden dafür mit den Unternehmen das Potenzial für eine solche zukünftige Energieversorgung ausloten.“

 

Kontakt:
Jörg Ehle
Abteilung Vertrieb
Leiter Geschäftskunden
Telefon: 0201 800-1420
E-Mail: Joerg.Ehle@stadtwerke-essen.de

Ralf Fink
Leiter des Hafenbetriebes
Telefon: 0201 800-2900
E-Mail: ralf.fink@stadtwerke-essen.de